Das Geld bestimmt die Existenz eines Unternehmens

Wie schön und sorglos wäre das Leben eines Handwerkers, wenn er sich von früh bis spät auf seine Arbeit konzentrieren kann. Auf die Tätigkeiten, die er in seinem Beruf beherrschen muss und mit Materialien, die er seit der Lehrzeit kennt. Arbeitsabläufe, die schon in Fleisch und Blut übergegangen sind. Doch dem ist nicht so, denn auch im Handwerksunternehmen ist die Arbeit mit Zahlen unumgänglich. Die unternehmensberatung-handwerker.de informiert Sie darüber, inwieweit ein Handwerker auch kaufmännische Arbeit verrichten muss.

Die Hälfte aller Arbeiten in einem Handwerksunternehmen haben mit nüchternen Zahlen zu tun. Geld in Form von Einnahmen, Ausgaben, Gebühren, Steuern, Abgaben, Stundenverrechnungssatz, Cashflow oder Rentabilitätsvorausschau. Arbeiten, die ganz und gar keinen Spaß machen. Aber diese kaufmännische Arbeit sichert die Existenz.

Einkommen und Ausgaben

Kernpunkt allen kaufmännischen Handelns ist das Geld, es ist allgegenwärtig. In jeder Minute des Tages dreht sich alles um das Zahlungsmittel. Der Begriff „gelt“ stammt aus dem althochdeutschen und bedeutet Vergeltung, Einkommen oder Vergütung. Das Einkommen steht bei jedem Betrieb an erster Stelle, denn dieses ist zur Sicherung der Existenz eines Unternehmens unbedingt notwendig. Das Geld fließt jedoch nicht nur in Form des Einkommens in das Unternehmen hinein, sondern auch aus dem Unternehmen hinaus. Kosten müssen gedeckt werden und Kredite bei der Bank müssen abbezahlt werden. Damit am Ende eines Monats ein Überschuss erzielt werden kann, müssen die Zahlen ständig im Auge behalten werden.

Überwachung des Geldes

Viele Handwerksunternehmen übergeben den Part der Überwachung des Geldes einem Steuerberater. Dafür ist ein hohes Vertrauen notwendig, denn der Handwerksmeister legt seine gesamte Existenz in die Hände des Steuerberaters. Es lohnt sich, in regelmäßigen Abständen dieses Vertrauensverhältnis auf den Prüfstand zu stellen und nicht blind alles zu unterschreiben. Größere Unternehmen haben oft eine eigene Buchhaltung, dort werden nur Jahresabschlüsse oder Lohnrechnungen an Externe vergeben. Dies lohnt sich natürlich auch bei einem kleinen Unternehmen, denn die Vorteile überwiegen. Sehr gute und preiswerte PC-Programme übernehmen die Buchungsvorgänge. Es kann jedoch unter Umständen auch preiswerter sein, eine Bürokraft zu beschäftigen, die zusätzlich noch wichtige Aufgaben übernehmen kann. Ein Vorteil dabei ist, dass der Handwerksmeister sein Geld ständig kontrollieren kann.

Eine Bürokraft kann helfen

Eine gute Büroangestellte ist in vielen Fällen die gute Seele des Unternehmens. Auch kleine Unternehmen profitieren von dieser Investition. Telefonanrufe können innerhalb der Geschäftszeiten ständig entgegengenommen werden. Planungsaufgaben können delegiert werden und für Kundenkontakte kann sie oft die erste Anlaufstelle darstellen. Selbstverständlich kann diese Aufgabe auch männlich besetzt sein. Diese Entscheidung über eine Stellenbesetzung liegt schließlich in der Qualifikation.

Wahl der Bank

Eine geeignete Hausbank ist von hoher Wichtigkeit. Es gibt circa 2000 Kreditinstitute in Deutschland, hinzukommen etwa 36000 Zweigstellen. Das ergibt 38000 Banken allein in Deutschland. Selbstverständlich empfiehlt es sich, eine Bank vor Ort zu wählen. Diese Institute kennen den regionalen Markt und können auch sehr hilfreich bei der Bonitätsbewertung eines Kunden sein. Aber auch regional kann die Auswahl noch sehr groß sein.

Eine Bank ist in erster Linie ein Wirtschaftsunternehmen, welches auf Gewinnerzielung ausgerichtet ist. Das Portfolio der Bank ist für ein Handwerksunternehmen nicht das ausschlaggebende Kriterium, denn auch die Berater spielen eine große Rolle. Welche Ziele verfolgen diese? Inwieweit können sie sich in die Lage eines Handwerksunternehmen hinein versetzen? Was für die Volksbank in der einen Stadt gilt, muss nicht für das gleiche Kreditinstitut in einer anderen Stadt gelten.

Ein Wechsel des Kundeberaters kann zu katastrophalen Folgen für das Unternehmen führen. Kredite wurden plötzlich gekündigt und der Dispositionskredit um die Hälfte gekürzt. Banken sind immer der stärkere Part in der Beziehung, sie verlieren selten.

Seit Jahrzehnten wird kontrovers darüber diskutiert, dass es Handwerker-Banken, wie man es von den Ärzte- und Apothekerbanken kennt, geben muss. Was nützt ein Bankberater, der seine Vorschriften kennt, aber nicht weiß, wie ein Handwerksbetrieb funktioniert? Er würde im Zweifel immer gegen einen Kredit stimmen. Gerade bei anstehenden Investitionen muss sich der Handwerker auf die Bank verlassen können.

Das Handwerk steht neben der Gastronomie nicht gerade auf der bevorzugten Liste der Banken, wenn es um die Vergabe von Krediten geht. Dennoch gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Beschaffung von Geld: Stille Beteiligungen, Kredite von Freunden oder Verwandten,  Einbindung von Mitarbeitern, Venture Capital, Privatinvestoren oder ein Börsengang!

Die unternehmensberatung-handwerker.de zeigt die einzelnen Möglichkeiten auf und prüft die Voraussetzungen. Wer die Risiken nicht kennt, läuft Gefahr, Fehler zu machen.

Schufa

Ein oft unterschätzter Bereich ist die Arbeit von den Auskunfteien, wie Creditreform, Schufa oder Bürgel. Einst zum Schutz der Kreditgeber ins Leben gerufen, legen sie mittlerweile ganze Branchen lahm. Der Grund: Ein Großteil der Informationen stimmt nicht oder nicht mehr. Die Daten werden zum Teil sehr leidenschaftslos gepflegt. Das kann bei Kreditanfragen verheerende Folgen haben. Es empfiehlt sich daher, in regelmäßigen Abständen seine eigene Auskunft zu überprüfen. Wer falsche Einträge findet, hat sehr viel Mühe, diese zu entfernen. Doch es lohnt sich langfristig. Der Schufa Score entscheidet über die Zukunft des Handwerksunternehmen.

Informationen

Eine Unmenge an Informationen gehen auch Tag für Tag in einem Handwerksunternehmen über den Tisch. Diese Informationen müssen geprüft, verwaltet, weitergeleitet und wiedergefunden werden. Ein Handwerksmeister, der zusätzlich seine handwerkliche Tätigkeit hat, wird diese Informationsflut gar nicht bewältigen können.

An dieser Stelle kommt noch einmal der Hinweis für die Wichtigkeit einer Büroangestellten. Preislisten für Material als Grundlage der Kalkulation, eingehende Lieferscheine prüfen, Einhaltung der Zahlungsziele, Ausgangsrechnungen schreiben, Zahlungseingänge prüfen und gegebenenfalls Mahnen-  Das ist nur ein Auszug der Tätigkeiten, die mit einer Büroangestellten in festen Händen liegen. In einigen Unternehmen wird bei diesen kaufmännischen Arbeiten mehr Geld verschenkt, als es mit zwei Büroangestellten der Fall wäre.

Lohnabrechnungen

Jeder Handwerksbetrieb, der aktiv in der Baubrancheunterwegs ist und Mitarbeiter beschäftigt, muss eine sehr aufwendige Lohnabrechnung durchführen. Gerade im Bauhauptgewerbe sind die Anforderungen besonders hoch. Umso wichtiger ist eine korrekte Abrechnung und eine möglichst detaillierte Aufstellung der geleisteten Stunden. Ein Defizit von 25 Minuten pro Tag kann bei 10 Mitarbeiter im Jahr die stolze Summe von 36.600 € ausmachen. Für einen Bruchteil des Geldes gibt es sehr gute digitale Zeiterfassungssysteme, die gleichzeitig eine große Unterstützung bei der Einsatzplanung sind.

Wir für Sie!

Die unternehmensberatung-handwerker.de zeigt dem Handwerksunternehmen die Schwachstellen auf und gibt wertvolle Ratschläge für einen effektiven Arbeitsablauf. Gutes stets noch besser zu machen, das ist unser Motto. Ein Team von Spezialisten erarbeitet in einem partnerschaftlichen Prozess zusammen mit dem Handwerksmeister eine solide Strategie für den Erfolg des Unternehmens.