Optimales Krisenmanagement im Unternehmen

Es beginnt leise, schleichend und für die meisten kaum wahrnehmbar – die Krise. Jeder Unternehmer fällt täglich hunderte von Entscheidungen, 95% davon ohne große Auswirkungen. Es stehen Vertreter mit neuen Produkten vor der Tür, Architekten mit neuen Projekten, Mitarbeiter haben ihre Probleme und Kunden stellen erbost fest, dass Ihnen die Holzdielen nicht mehr gefallen. Der Unternehmer muss hierfür in kürzester Zeit eine Lösung parat haben. Daher ist in Krisenzeiten ein gutes Krisenmanagement von hohem Nutzen.

Eine Krise lässt sich nicht immer gleich erkennen. Wenn die Krisensituation erkannt wird, ist es oftmals schon zu spät, um den Ausbruch noch aufzuhalten. Häufig sind es nicht nur einzelne Probleme, sondern eine Anhäufung von Schwierigkeiten. Wie Sie mit einer solchen Situation umgehen sollten und wie Sie Krisenmanagement betreiben sollten, erfahren Sie bei der unternehmensberatung-handwerker.de.

Der schleichende Beginn einer Krise

Als Betroffener erkennt man die Lage nicht sofort. Optimismus ist die Devise, Realismus ist zweitrangig. Ein einzelnes Problem kann oftmals noch gelöst werden, doch es beginnt eine Verkettung von Ereignissen. Lukrative Aufträge bleiben aus, ein wichtiger Mitarbeiter hat gekündigt und die Außenstände sind auf eine dramatische Größe angestiegen. Die Liste der Probleme kann sehr schnell sehr lang werden. Schließlich droht das Geld auszubleiben, welches für die Existenz des Betriebes von hoher Wichtigkeit ist. Lukrative Aufträge müssen her oder wenigstens mehr Umsatz! Hektisch wird nach neuen Geschäftsfeldern gesucht. Andere können ja schließlich auch davon leben. Nur die Voraussetzungen sind nicht dieselben. In Krisenzeiten schaut man gern mal über das eine oder andere hinweg, umso wichtiger ist es ein ideales Krisenmanagement zu betreiben.

Das Problem der Außenstände

Speziell für das Handwerk stellen die Außenstände ein Problem dar und das mit einer erschreckenden Beständigkeit.

Die Ursachen dafür sind vielfältig: Mangelnde Vertragsgrundlagen, Terminprobleme, schlampige Rechnungsstellung oder die Reklamationen. Ob nun berechtigt oder nicht, Reklamationen sind die absolute Staumauer für den Geldfluss und  dank der Gesetzeslage teilweise unüberwindlich.

Geld ist auch in Krisenzeiten wichtig

So unangenehm das Thema Geld auch für den Unternehmer ist, er muss sich damit auseinander setzen und ein ideales Krisenmanagement zur Bewältigung der Krise in Anspruch nehmen.

Der Betrieb muss weiter gehen. Die Probleme sind allgegenwärtig. Mitarbeiter, Händler und Banken wünschen sich in einer solchen Situation Klarheit!

Wie kann ich einen Händler überreden, dass er trotz vier Monate alter unbezahlter Rechnungen noch Material an mein Unternehmen liefert? Oder dass meine Mitarbeiter jeden Morgen in die Firma kommen, obwohl sie seit sechs Wochen keinen Lohn bekommen haben.

Viele reagieren verständnisvoller als gedacht. Es muss nur miteinandergeredet werden!

Sie brauchen einen plausiblen Plan B. Der Überblick sollte nie verloren gehen.

In Zeiten einer knappen Kasse müssen elementare Dinge am Laufen gehalten werden:

1.) Materialbeschaffung: Die Theorie, dass aus Antimaterie ein ganzes Universum entsteht, gibt es nur in Form der Urknalltheorie. Handwerker sind nach wie vor auf Händler angewiesen.

2.) Mitarbeiter: Als ein Ein-Mann-Unternehmen stellt sich die Frage nicht. Alle anderen müssen sich rechtzeitig mit ihren Angestellten auseinandersetzen.

3) Mobilität: Jeder Betrieb hat einen Stromanschluss und damit dies auch so bleibt, muss peinlich genau auf die Bezahlung dieser Rechnungen geachtet werden. Energieversorger klemmen sonst gnadenlos das Netz ab. Auch der Tankwart hat eine entscheidende Funktion. Die meisten Handwerker müssen schließlich zur Baustelle gelangen.

4.) Kommunikation: In Zeiten der Krise ist man als Unternehmer gefragter denn je. Bei jedem Telefonklingeln entstehen finsterste und ängstliche Gedanken. Anrufe mit unterdrückter Nummer sind ein Garant für unangenehme Gespräche. Es bleiben aber auch wichtige Gespräche wie etwa neue Aufträge. Mit einem gesperrten Telefonanschluss werden die Zeiten zwar ruhiger, aber auch unkalkulierbar. Ein Zugang zum Internet ist heute nicht mehr wegzudenken. Ein Betrieb ohne Email Kontakt, undenkbar.

Wahren Sie den Schein!

Nach außen muss auch ein krisengeplagter Betrieb immer den Schein wahren.

Ab wann ist ein Unternehmer trotz eines bestmöglichen Krisenmanagements nicht mehr in der Lage, die Probleme selbst zu lösen? Dies ist natürlich ganz individuell. Die Branche spielt eine große Rolle, aber auch das sich ständig verändernde Umfeld. Wie entwickelt sich die Konkurrenzsituation? Sind genug motivierte und ausgebildete Mitarbeiter vorhanden? Was passiert, wenn staatliche Förderungen gestrichen werden?

Was passiert, wenn die eigene mentale Power weniger wird oder wenn für völlig banale Sachen keine Kraft mehr vorhanden ist? Wenn im näheren Umfeld die Unterstützung langsam schwindet? Wenn der eigene Körper aus dem Gleichgewicht gerät?

Den Zeitpunkt für sich selbst zu erkennen, ist unglaublich schwierig. Die eigene Wahrnehmung ist eingeschränkt. Aus agieren wird reagieren.

Es beginnt mit harmlosen Zahlungsaufforderungen, später werden es Mahnungen. Alles noch harmlos und handhabbar. Doch die Briefe werden farbiger und der Absender ist das Amtsgericht. Am Anfang noch als Mahnbescheid, doch später fristgerecht als Vollstreckungsbescheid. Wer hiergegen keinen Einspruch einlegen kann, für den beginnt die Uhr zu ticken, denn dann kommt der Gerichtsvollzieher mit seinen gesetzlichen Befugnissen.

Schwieriger wird es dagegen, wenn der Gläubiger das Finanzamt oder die Krankenkasse ist. Da kommt der Vollstreckungsbeamte auch ohne vorherige Ankündigung.

Spätestens in diesem Moment besteht ein richtiges Problem. Eine Einigung in Form von terminlichen Zahlungen sollte unbedingt angestrebt werden.

Denn was dann folgt, hat langfristig Folgen: die Insolvenz.

Ein Großteil der Insolvenzen kann im Vorfeld entscheidend beeinflusst werden. Nur ist das in der Regel ohne fremde Hilfe kaum möglich.

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